Amazon Watch
Bildnachweis: Daniel Beltrá/Greenpeace

Bergbau aus dem Amazonas

Rechte der Ureinwohner, nicht Bergbaurechte

Der Amazonas-Regenwald verfügt über riesige Reserven wichtiger Mineralien – von Kupfer bis hin zu seltenen Erden – und weckt damit großes Interesse der globalen Bergbauindustrie. Doch der Bergbau stellt eine tödliche Bedrohung für den Wald und seine indigene Bevölkerung dar: Er verunreinigt Wasserquellen, treibt die Abholzung voran und begünstigt Menschenrechtsverletzungen. Diese Krise verschärft sich, angetrieben durch die globale Umstellung auf „grüne“ Energietechnologien und den rasant steigenden Goldpreis.

Amazon Watch Wir unterstützen indigene Völker und fordern, den Amazonas zu einer Sperrzone für den Bergbau zu machen. Wir verbinden die Unterstützung des indigenen Widerstands von der Basis mit Lobbyarbeit auf höchster Ebene, die sich an Unternehmen, Finanzinstitute und politische Akteure weltweit richtet. Ziel dieser Bemühungen ist es, den Griff des Extraktivismus, der den Amazonas gefährdet, zu durchbrechen und eine Zukunft aufzubauen, die auf indigenen Rechten und Klimagerechtigkeit basiert.

Kampagnenziele

  • Große Bergbauprojekte und illegaler Goldabbau in indigenen Gebieten werden gestoppt
  • Investoren und Banken werden unter Druck gesetzt, die Finanzierung zerstörerischer Bergbauprojekte einzustellen
  • Unternehmen und Regierungen werden für Menschenrechtsverletzungen und Umweltschäden zur Verantwortung gezogen

Aktuelle Höhepunkte

  • Herausforderung für Belo Suns Megamine in Brasilien: Gemeinsam mit den Gemeinden vor Ort arbeiten wir daran, die Pläne des kanadischen Unternehmens Belo Sun zu stoppen, einen der größten Tagebau-Goldminen Brasiliens in der Volta Grande do Xingu zu errichten. Diese Region wurde bereits durch den Belo Monte-Staudamm verwüstet und ist sowohl für die Artenvielfalt als auch für das Überleben der indigenen Bevölkerung von entscheidender Bedeutung.
  • Stopp des Tagebaus in Mocoa, Kolumbien: Unterstützung indigener und städtischer Gemeinschaften in Putumayo, die sich für die Verhinderung von Plänen für den Kupfertagebau im oberen Einzugsgebiet des Mocoa-Flusses einsetzen. Diese drohen ein gefährdetes Ökosystem zu destabilisieren, das geschützte Waldreservate umfasst und sich über mehrere indigene Gebiete erstreckt. 
  • Konfrontation mit Solaris Resources in Ecuador: Wir arbeiten mit den indigenen Shuar Arutam-Gemeinschaften zusammen, um das kanadische Bergbauunternehmen Solaris Resources herauszufordern, dessen Aktivitäten die angestammten Gebiete und fragilen Ökosysteme in der Cordillera del Condor Region, während sie gleichzeitig Druck auf die Finanziers ausüben, ihre Mittel zu veräußern und den Widerstand der Ureinwohner zu respektieren.

Aktuelle Kampagnennachrichten und Updates

Brasilianisches Gericht erhöht Druck auf kanadische Bergbauunternehmen, die im Amazonasgebiet tätig sind

Die Urteile des Berufungsgerichts bekräftigen die Ansprüche der indigenen Bevölkerung hinsichtlich mangelnder Konsultationen und untersagen gleichzeitig Regierungsbehörden, kanadische Interessen in Gerichtsverfahren zu vertreten.

„Diese Nachricht hat uns heute Morgen überglücklich gemacht. Jeder Erfolg, ob klein oder groß, bestärkt uns in unserer Arbeit nur noch mehr.“

Indigene Völker fordern UN-Maßnahmen angesichts der Ausbreitung des organisierten Verbrechens im Amazonasgebiet.

Indigene Anführer, die sich beim Ständigen Forum der Vereinten Nationen für indigene Angelegenheiten versammelt haben, fordern einen entscheidenden Kurswechsel weg von gescheiterten militarisierten Maßnahmen hin zu menschenrechtsbasierten Ansätzen. Diese sollen die territoriale Selbstverwaltung, die Autonomie und die von den indigenen Gemeinschaften selbst getragenen Sicherheitssysteme in den Mittelpunkt stellen, um die organisierte Kriminalität zu bekämpfen. Sie warnen davor, dass die derzeitigen staatlichen Maßnahmen nicht nur unzureichend sind, sondern in vielen Fällen Gewalt und Unsicherheit in ihren Gebieten sogar aktiv verschärfen.

Die indigenen Anführer, die sich beim Ständigen Forum der Vereinten Nationen für indigene Angelegenheiten versammelt haben, fordern einen entscheidenden Kurswechsel weg von gescheiterten militarisierten Reaktionen hin zu auf Rechten basierenden Ansätzen, die die territoriale Selbstverwaltung der indigenen Bevölkerung, ihre Autonomie und von der Gemeinschaft getragene Sicherheitssysteme in den Mittelpunkt stellen, um die organisierte Kriminalität zu bekämpfen.

Ein neuer Goldrausch bedroht den Amazonas

Immer wenn Gold wieder in den Mittelpunkt der globalen Geopolitik rückt, gerät auch der Amazonas erneut ins Visier. Der Krieg zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran hat das Edelmetall wieder in den Fokus der Märkte, Investoren und der Rohstoffindustrie gerückt.

Amazon Watch und verbündete Organisationen veröffentlichen wegweisenden Bericht über Amazonaskriminalität

Im Kontext des Ständigen Forums der Vereinten Nationen für indigene Angelegenheiten, Amazon Watch, zusammen mit Partnerorganisationen, legt den ersten Bericht vor, der analysiert, wie illegale Wirtschaftssysteme und repressive staatliche Maßnahmen die Rechte, Territorien sowie das physische und kulturelle Überleben indigener Völker bedrohen.

Indigene Anführer bringen die Kriminalitätskrise im Amazonasgebiet vor die UN

Da militärische Gegenmaßnahmen scheitern, erweist sich die territoriale Selbstverwaltung der indigenen Bevölkerung als unerlässlich.

Eine dringende Nachricht erreicht die Vereinten Nationen aus dem Amazonasgebiet. Diese Woche Amazon Watch wird eine Delegation indigener Anführer aus Peru und Ecuador zum Ständigen Forum der Vereinten Nationen für indigene Angelegenheiten (UNPFII) nach New York begleiten.